Neuer Beitrag in der Fachzeitschrift Müll und Abfall erschienen.

In der Märzausgabe ist ein Beitrag zur „Klimabilanz der Wertschöpfung pflanzlicher Reststoffe zu Biokohle und Biokohlesubstraten– Ergebnisse des TerraBoGa Projektes zur Schließung von Stoffkreisläufen im Botanischen Garten Berlin-Dahlem“ in der Fachzeitschrift Müll und Abfall erschienen. Unter www.muellundabfall.de ist der Beitrag erhältlich.

Zusammenfassung: Die Karbonisierung von pflanzlichen Reststoffen zu Biokohle und deren Anwendung in der Kompostierung stellt eine vielversprechende Technologie zur Verbesserung der Klimabilanz dar. Im Botanischen Garten Berlin-Dahlem lassen sich pro Jahr durch die Karbonisierung von Ast- und Strauchschnitt 74 Mg CO2 nachhaltig aus der Atmosphäre entfernen und weitere 40 Mg CO2 durch die Substitution von fossilen Brennstoffen einsparen. Die Kompostierung wurde hinsichtlich der Betriebsführung erheblich verbessert. Während der Kompostierung werden jetzt weniger Treibhausgase (Methan, Lachgas und Ammoniak) freigesetzt. Zusätzlich wirkt sich der Einsatz von Biokohle minimierend auf die Treibhausgasfreisetzung aus (24 bis 43 % Reduktion). Durch die Neustrukturierung der Kompostierung konnten Biokohlekomposte hergestellt werden, die die Vorgaben der Bundesgütegemeinschaft Kompost e. V. vollständig erfüllen. Dies führte zu der im Projekt angestrebten Schließung von Stoffkreisläufen. Der Einkauf von externen Kompost wurde gänzlich eingestellt und die Entsorgung von Grünschnitt weitestgehend minimiert. Insgesamt konnten durch die durchgeführten Maßnahmen 200 Mg CO2eq eingespart werden. Ein Vergleich der Klimabilanz vor und nach erfolgter Kreislaufschließung zeigt, dass die Emission von ursprünglich 130 Mg CO2eq auf minus 69 Mg CO2eq gesenkt wurde. Die Umstellung des Abfall- und Substratmanagement im Botanischen Garten Berlin-Dahlem erzielte damit einen CO2-negative Bilanz.

One Reply to “Neuer Beitrag in der Fachzeitschrift Müll und Abfall erschienen.”

  1. Am 9.10.2018 wird Dr. Wagner sein neues Projekt beim Aktionskreis Energie vorstellen.
    Ich freue mich sehr, dass dieses erfolgversprechende Vorhaben im Tierpark weiter geführt wird und vor allem darüber, dass es einen Ausbildungsverbund gibt, an dem die Peter-Lenne-Schule beteiligt ist. Glückwunsch dem Senat für seinen Mut, dieses Vorhaben über einen längeren Zeitraum zu fördern. Biologische Prozesse benötigen ihre Zeit.
    Eine De-Carbonisierung unserer Gesellschaft ohne bei der Landwirtschaft und Ernährung Wesentliches zu ändern, ist nicht möglich. Das nicht zu berücksichtigen ist die Schwachstelle des Berliner Energie- und Klimaschutzprogramms. Dieses Vorhaben gehört deshalb in eine Fortschreibung nach 2019.
    Peter Schrage-Aden
    Mitglied des TerraBoga – Beirats

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